Beim öffentlichen Pfarrkonvent im September haben wir die Idee vorgestellt, Gottesdienstzeiten und eventuell auch die Orte der Messfeiern zu verändern und zugleich einen Lösungsansatz angeboten, der möglichst wenig Veränderung mit sich brachte und eine zusätzliche Möglichkeit eröffnete.
Doch es gab erhebliche Bedenken vonseiten einiger Anwesender, so dass sich das Pastoralteam entschieden hat, ein Meinungsbild derer einzuholen, die an den Sonntagsgottesdiensten teilnehmen. Diese Aktion mit einer Auswahl von vier Modellen wird an den ersten vier Sonntagen im November (zuletzt am 22.11.) stattfinden. Alle Gottesdienstteilnehmenden haben einmal die Gelegenheit, durch einen Stimmzettel ihre Meinung zu äußern, so dass das Pastoralteam eine Grundlage für eine Entscheidung auf Zeit hat.
Warum ist eine solche Entscheidung notwendig? Es hängt zum einen mit der Zahl und dem Alter derjenigen zusammen, die an einem Sonntaggottesdienst teilnehmen – eine Gemeinschaft zu bilden, ist eine Intention für die Versammlung um Jesus Christus, der im Wort und Sakrament gegenwärtig ist. Und wenn wir das Alter der Menschen sehen und die Misere, dass die jüngere Generation nicht den Anschluss gefunden hat, wird deutlich, dass die Zahl der Mitfeiernden nicht größer wird. Ebenso wird auch die Zahl der Katholiken, die unserer Gemeinde angehören, rasant weniger. Im Laufe der letzten zehn Jahre hat sich die Zahl um 1000 Personen verringert – diese Entwicklung zieht die Konsequenz nach sich, den finanziellen Rahmen, den uns das Bistum gewährt, stärker in den Blick zu nehmen. Eine wirkliche Kürzung schafft nur eine Reduzierung der Arbeitszeiten der kirchlichen Angestellten, die dann erfolgt, wenn es einen Personalwechsel gibt. Den hat es nun im Bereich der Küsterstellen mit der Folge gegeben, dass nur eine Person die Küsteraufgabe in unserer Pfarrgemeinde mit reduziertem Stundenumfang übernimmt. Um diesen Dienst zu ermöglichen, ist eine Veränderung der Gottesdienstzeiten unumgänglich.
